Gewerbe angemeldet. Und warum war das jetzt so schwer?

Es war nicht leicht für mich, diesen Schritt zu gehen. Meine Versuche, Geld zu verdienen sind in der Vergangenheit oft gescheitert - es hat sich einfach falsch angefühlt. Und so habe ich im Laufe der Zeit sehr viele negative Gedanken in Bezug auf das Geld verdienen entwickelt. 

Und was die Fotografie angeht - da hab ich einfach abgewartet, bis der richtige Moment kommt.

Arbeiten macht keinen Spaß

Natürlich hatte ich schon den ein oder anderen Ferialjob. Leider habe ich mich dabei aber oft zu Tode gelangweilt und war in Gedanken wo anders. Ich hatte ein Problem damit, etwas zu machen, von dem ich selbst nicht überzeugt war. 
Also hat es sich bei meinen Ferial- und Gelegenheitsjobs oft so angefühlt, als würde ich mich selbst für das Geld verraten.

Wenn der Chef sagt, man soll etwas tun, dann hat man das nun mal so zu machen. Schließlich wird man ja auch dafür bezahlt... Wenn ich aber keinen direkten Kontakt zu einem Kunden habe, dann is meine Begeisterung schnell weg. Ist es denn so absurd, wenn man wirklich etwas bewirken und Menschen glücklich machen will, anstatt einfach das zu tun, was einem gesagt wird?

 

Bin ich denn gut genug?

Dazu kommen noch die ganzen Geschichten, dass man in einem künstlerischen Beruf kein Geld verdienen kann oder es einfach extrem schwer ist. Dabei hat mir mein Grafikstudium aber sehr geholfen, weil es mir gezeigt hat, dass Kreativität sehr wohl einen sehr hohen - wenn nicht den höchsten - Wert hat.


Ich habe mich nie so wirklich getraut, für meine Fotografie Geld zu verlangen. Dass ich einfach immer die falsche Zielgruppe erreicht habe, wenn ich es dann doch versucht habe, ist mir erst viel später klar geworden.

Und dann kommt dann noch die Frage, die sich jeder irgendwann mal stellt. Bin ich überhaupt schon gut genug?
Jeder von uns wartet doch insgeheim auf diesen perfekten Moment: "Wenn ich mit dem Studium fertig bin, wenn meine Fotos besser sind, wenn ich ein bisschen älter bin, wenn mein Portfolio größer ist..."

Doch der Moment kommt nicht.

Schließlich habe ich ein Video gesehen, das etwas in mir bewegt hat. Ein sehr bekannter Business Mental Coach hat darüber gesprochen, dass es den perfekten Moment nicht gibt. Mir ist klar geworden, dass das Warten zu nichts führen wird. 
Er meinte, dass man sich niemals gegen etwas entscheiden sollte, das man nicht schon wirklich probiert hat. Klingt logisch, oder?

Schließlich hat er folgende Fragen gestellt:
Welche Entscheidung in deinem Leben schiebst du jetzt schon ewig vor dir her, wo wartest du schon viel zu lange darauf, dass irgendwann der richtige Moment kommt? Welche Entscheidung müsstest du also jetzt sofort treffen?

Natürlich wusste ich sofort, was ich zu tun hatte. Ich machte einen Termin bei der WKO und eine Woche später hatte ich ein Gewerbe.

Da sprang ich ins kalte Wasser, einfach so. Und jetzt lerne ich schwimmen.



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Kommentare: 2
  • #1

    Susi (Sonntag, 22 Mai 2016 13:04)

    Viel Glück auf deinem Weg !

  • #2

    Vanessa Bletz (Freitag, 03 Juni 2016 12:46)

    Genau die richtige Entscheidung, die Du da getroffen hast. Du hast jetzt schon ein professionelleres Auftreten, als viele Vollprofis!